Praktikum in Uganda: ein voller Erfolg und eine tolle Erfahrung
Die erste Freiwillige war nun in Uganda und es war ein voller Erfolg. Sie hat einen Bericht über ihre Erfahrungen geschrieben, den du hier lesen kannst. Hast du auch Lust, dich zu engagieren? Es könnte eine tolle Erfahrung sein, etwas an die Gesellschaft zurückzugeben und anderen zu helfen.
Das Leben als Praktikant in Uganda…
… ist ein völlig anderes als wie wir es aus Deutschland kennen. Zum einen gibt es dort keinen wirklichen Alltagsstress, alle sind wesentlich entspannter was sich ziemlich schnell auf mich übertragen hat. Die Patienten warten zum Teil mehrere Stunden auf eine Behandlung ohne zu meckern oder bloß mal nach zu fragen wann sie denn mal dran kommen. Andererseits ist es für sie auch noch pünktlich eine Stunde zu spät zu einem Termin zu kommen. Eine Vorstellung, die ich mir vorher nie so ausmalen hätte können, aber es funktioniert auch so. Es gibt oft keine feste Taktung nach der gearbeitet wird, sondern es wird sich so viel Zeit genommen, wie man für den Patienten benötigt. Dies emfand ich, als sehr positiv. Auch kennen vor allem die Menschen auf den Dörfern die Physiotherapie noch nicht, sodass man erstmal erklären muss was wir überhaupt mit ihnen vorhaben.
Diese Gelassenheit überträgt sich dort auch in die Freizeit. Man wartet in einem Restaurant deutlich länger auf sein Essen. Man lernt alles wesentlich gelassener zu sehenund wartet auf seinen Service. Diese Gelassenheit habe ich dort bewundert und konnte an mir selber merken, wie ich Woche für Woche selbst etwas davon mitnehmen konnte und auch wieder zurück in Deutschland probiere immer noch was davon zu beizubehalten.
Ebenfalls war es für mich schön einen kulturellen Austausch zu haben und das sich sehr viele Ugander für das Leben in Deutschland bzw Europa interessiert haben. Sie haben immer wieder nachgefragt wie bestimmte Dinge in Deutschland laufen und als ich ihnen Bilder vom Schnee gezeigt habe oder ihnen gesagt habe das aktuell Minusgrade herrschen habe ich in ungläubige Gesichter geschaut, die sich so etwas gar nicht vorstellen können. Genauso, dass es sein kann, dass die Sonne für einige Tage gar nicht scheint und es nur regnet.
Dieser Austausch war für mich genauso wichtig, wie das Arbeiten als Physiotherapeutin dort und hat mich auch stark geprägt. Zu sehen wie es auch sehr gut anders funktioniert ohne immer alles genau geplant und getaktet zu haben. Auch die sehr positive Einstellung zum Leben und erstmal alles Gute zu sehen hat mich beeindruckt und probiere ich bis heute ein Stück weit zu übernehmen.




