Behinderungen in Uganda – Wie wird damit umgegangen? Praktikumsbericht von Lotta
Im Sommer 2024 waren wir, vier Physiotherapie Auszubildene im letzten Lehrjahr, in Uganda, um die Physiotherapie und medizinische Versorgung in einem der ärmsten Länder der Welt kennenzulernen.
Dass die Unterschiede zwischen den medizinischen Bereichen in Uganda und zum Beispiel Deutschland deutlich zu sehen und zu spüren sind ist für viele Normalität. Jedoch haben wir während unseres Aufenthaltes gemerkt, dass der Kontrast viel stärker ist als man sich vorstellen kann.
In unserer Zeit in Uganda haben wir verschiedene medizinische Einrichtungen besucht und dort Praktika als Physiotherapeuten absolviert. Unter anderem waren wir bei „Home of Hope“. Dies ist eine Einrichtung, welche Kindern und Jugendlichen mit körperlichen und psychischen Behinderungen ein Dach über dem Kopf bietet. Darüber hinaus bekommen die Kinder dort Essen, Trinken und auch medizinische Versorgung gestellt. Dies ist in einem Land wie Uganda nicht selbstverständlich und auch den Familien, welche auch auf Dörfern wohnen oftmals nicht möglich. Dies kann auch ein Grund dafür sein, warum einige Kinder bei „Home of Hope“ vor der Einrichtung oder auf der Straße ausgesetzt wurden und nun dort zuhause sind.
Alle Mitarbeiter bei „Home of Hope“ sind im Umgang mit den behinderten Kindern sehr herzlich und tun ihr bestmögliches diesen eine großartige Kindheit und Zukunft zu ermöglichen. Der Umgang mit Behinderung in Uganda ist in erster Linie ein sehr guter, da es viele Menschen dort gibt, welche sich den betroffenen Personen annehmen und versuchen diese zu unterstützen. Dennoch ist es für die meisten Uganda eine sehr große Herausforderung, behinderte Kinder zuhause selbst zu pflegen und für diese zu sorgen.
Die Umstände dort waren für uns neue und auch ungewohnte Erfahrungen. Vieles was wir dort gesehen haben, ist an uns nicht spurlos vorbei gegangen, da wir aus unserer Heimat eine komplett andere Versorgung gewohnt sind. Wir haben teilweise ein paar Tage gebraucht, um das Gesehen zu verarbeiten und vor allem um uns klarzumachen, dass die Uganda alles aus ihren Ressourcen rausholen, um den Kindern dort zu helfen.
Insgesamt waren jedoch all diese Erfahrungen im Nachhinein positiv und haben uns weitergebracht, sowohl in Hinsicht auf unseren Job und die Möglichkeiten der Versorgung in unserer Heimat als auch in Hinsicht auf unsere persönlichen Erfahrungen und Werte.
Lotta




