DE EN
 
Bannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur Startseite
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Flora & Fauna in Uganda – eine Vielfalt für sich

Flora & Fauna in Uganda – eine Vielfalt für sich (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Flora & Fauna in Uganda – eine Vielfalt für sich

Uganda wird nicht ohne Grund als grüne Perle Afrikas bezeichnet. Das ganze Jahr über fällt reichlich Regen, was sich positiv auf die Pflanzenwelt auswirkt. Rund 20.000 verschiedene Pflanzenarten sind in Uganda und in seinem Nachbarland Ruanda heimisch.
Der ostafrikanische Binnenstaat ist eines von sechs afrikanischen Ländern, die am Äquator liegen. Ebenfalls liegt das Land in zwei Biomen (hygrophiler Wald und Savanne), wodurch man in dem Land unterschiedlichste Vegetationen entdecken kann. Durch die klimatischen Bedingungen wachsen in dem Land etwa 451 verschiedene Baumarten. 15 % der Fläche des Landes bestehen aus Seen und Binnengewässern, wobei der Viktoriasee der größte von ihnen ist. Von ihm ausgehend, fließt der Nil durch weite Teile Ugandas. 

Der Norden/Nordosten Ugandas ist der eher trocken. Hier findet man die typische ostafrikanische Savannenlandschaft mit weiten Baum- und Buschsavannen und zum Teil auch Wüstenebenen. Je nach Jahreszeit wechselt die Savanne ihre Farbe von grün über gelb bis hin zu braun.
Begibt man sich Richtung Westen, wird die Landschaft schnell grüner mit ihren tropischen Bergwäldern.
In der zentralugandischen Region, rund um den Lake Mburo, ist die Landschaft von offenem Grasland und Sümpfen geprägt. Sie stellt einen deutlichen Kontrast zu der Landschaft Rund um den Kidepo Valley Nationalpark im Norden des Landes da, wo die vorherrschende Vegetationsform die Savanne ist. Ein Stück weiter Richtung Westen im Queen Elisabethpark weicht das offene Grasland mehr und mehr einem dichten Buschland und den Akaziensavannen. In einigen Teilen des Parks herrscht auch eine tropische Regenwaldvegetation. 
Nahe der Grenze zum Kongo und Ruanda erstrecken sich die Gebirgswälder der Virunga-Vulkane, welche zum ostafrikanischen Grabenbruch gehören. Der dortige tropische Bergregenwald ist das Zuhause der beeindruckenden Berggorillas. 
Im Südosten, im Bwindi Nationalpark, findet sich mit einem Alter von über 25.000 Jahren einer der ältesten Regenwälder der Welt. Insgesamt sind in Uganda mehr als 10 Arten von Primaten heimisch. Der Regenwald erstreckt sich über eine Fläche von 331 km². Seit 1994 gehört dieser zum UNESCO-Welterbe.
An der westlichen Grenze zum Kongo durchzieht ein weiterer Gebirgszug die Landschaft, das Ruwenzori-Gebirge, auch „Mondberge“ genannt. Obwohl die Gebirgskette in einer tropisch-heißen Region liegt, finden sich Gletscher in dessen höchsten Gipfelregionen.

Vor 40 Jahren war das Land noch zu einem Fünftel bewaldet, heute sind davon nur noch sieben Prozent übriggeblieben. Uganda ist das Zuhause von 350 verschiedenen Säugetieren und beheimatet  ca. 1100 Vogelarten. Alleine im Bwindi Impenetrable Nationalpark leben 200 verschiedene Schmetterlingsarten, 14 Schlangenarten sowie 43 unterschiedliche Reptilienarten.
Insgesamt hat das Land 10 Nationalparks, 12 Wildreservate, 5 kommunale Wildtierschutzgebiete und 13 Wildschutzgebiete, welche durch die Uganda Wildlife Authority (UWA) verwaltet werden. Auch die berühmten afrikanischen Big Five (Leopard, Löwe, Wasserbüffel, Elefant und Nashorn) sind in Uganda zu Hause. 

Uganda bietet eine Vielfalt an Landschaften und einen Lebensraum für zahlreiche Lebewesen, wie sie in Afrika kaum zu finden ist, daher sollte man gut auf ihn Acht geben.